Strasse in eine andere Welt

Am Ätna gibt es verschiedene Bergstraßen, die auf den Vulkan führen. Die am besten ausgebaute und wichtigste ist die Ätna-Südroute. Sie beginnt in Nicolosi und führt über einen 17 km langen Anstieg hinauf auf die 1.900 Meter hoch gelegene Mittelstation Refugio Sapienza. Von dort aus geht es dann wieder bergab nach Zafferana.

Der Anstieg der Ätna-Südroute

Ohne extreme Steigungen windet sich die Straße immer höher durch die riesigen Lava- und Aschefelder. Bis 500 Meter Höhe herrscht am Ätna suptropisches Mittelmeerklima. Danach fährt man durch die Zone des Wein- und Obstanbaus, der etwa ab 1.300 Meter durch Kastanienwälder abgelöst wird. Ab ca. 1.600 Meter beginnt dann die baumlose Zone und ab 1.900 Meter wächst dann nur noch der widerstandsfähige Ätna-Ginster.
Das Gelände vor dem Rifugio Sapienza auf 1.900 Meter Höhe ist der Hauptplatz der Besucher. Dort gibt es die großen Parkplätze, Restaurants und natürlich zahlreiche Souvenierläden.
Die Ätna-Südroute ist für Radfahrer sehr gut zu befahren. In den Frühjahrsmonaten gibt es kaum Verkehr, so dass man wirklich in aller Ruhe die atemberaubende Natur und die Panoramablicke genießen kann.

Die Seilbahn

An der Refugio Sapienza beginnt auch die Seilbahn, welche die Besucher bis zu einer Höhe von 2.500 Meter bringt. Die Fahrt mit der Seilbahn dauer ca. 15 Minuten. Oben an der Bergstation angekommen, steigt man dann in Geländewagen um. Auf provisorischen Schotter-Lava-Straßen gelangt man dann bis zum Torre del Filosofo auf 2.917 Meter, wo sich das genehmigte Kratergebiet befindet. Mit einem Bergführer wandert man dann zu verschiedenen Aussichtspunkten und in die Nähe von aktiven Kratern (hängt aber von der Wetterlage und den Aktivitäten des Ätnas ab). Weiterführende Wanderungen und Erkundungen sollten nur mit einem ausgebildeten Bergführer vorgenommen werden (Achtung Lebensgefahr!!).
Der Preis für die Berg- und Talfahrt mit der Seilbahn, Fahrt mit dem Geländewagen sowie Wanderung mit einem Bergführer kostet ca. 50,- Euro.